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Baustellenupdate: Sanitärinstallation und Wärmepumpe mit Fußbodenheizung

*Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung wegen Firmennennung

Jetzt, wo gerade schon der Estrich trocknet und unsere Fußbodenheizung sich zum ersten Mal beweisen muss, drängt sich ein Baustellenupdate zur Sanitär- und Heizungsinstallation quasi auf. Eigentlich ist es längst überfällig, denn die Zu- und Abflussrohre für unser Bäder, die Küche und die Außenanlagen sowie unsere Luft-Wasser-Wärmepumpenheizung wurden schon vor Wochen eingebaut. Aber wie es halt so ist, gell …

Zu den Wasser- bzw. Abflussrohren gibt es gar nicht so viel zu sagen, das haben wir voll und ganz den Profis überlassen. Einen kleinen Schrecken (ich: Schockstarre!) haben wir bekommen, als uns nach einem Unwetter morgens unser Elektriker anrief und mitteilte, dass im Gästebad im Erdgeschoss fingerdick das Wasser steht. Glücklicherweise war bis dahin noch kein Estrich verbaut und die Lösung des Problems war schnell gefunden: Weil unser Haus umstandshalber noch nicht an den Kanal angeschlossen war, die Regenfallrohre sämtliches Wasser von außen aber schon in die Tiefe leiteten, drückte es das Wasser durch den Abfluss im Bad wieder nach oben. Dafür konnte aber weder unsere Hausbaufirma, noch die Firma für Sanitär- und Heizungsinstallation etwas. Das nächste Gewitter polterte allerdings schon herbei, also haben wir ruckizucki an jeder Hausecke die unteren Teile der Regenfallrohre selbst wieder abmontiert und sind mit Bleifuß (und Hupe!) zum Baumarkt gedüst, um ein paar Fallrohrbögen zu kaufen. Im strömenden Regen haben wir dann die neuen Fallrohrteile mit ein paar dicken Steinen und übrig gebliebenen Ziegeln fixiert und mit der Spitzhacke Furchen in den Boden gehackt, so dass das Wasser vom Haus weggeleitet wurde. Ich hatte ja null Ahnung, welche abartigen Wassermassen bei einem Unwetter vom Dach kommen! Aber ich wurde schon wieder rührselig, weil die Spitzhacke, die uns der Mann meiner Cousine schnell über den Zaun reichte, schon über sechzig Jahre auf dem Buckel hatte, und ich mir bei sowas ja immer vorstelle, wieviele andere Furchen oder sonstwas damit schon gegraben wurden und ob wohl je jemand gedacht hätte, dass sie mich an diesem Tag vor dem Nervenzusammenbruch und unser Erdgeschoss vor noch mehr Wasser bewahren würde.

Jetzt aber zur Heizung: Vor einigen Jahren habe ich schonmal in einer Wohnung mit Fußbodenheizung gelebt und war nicht sonderlich angetan. Das lag in erster Linie daran, dass die Fußbodenheizung Ewigkeiten benötigte, um in Gang zu kommen. Und wenn sie so richtig in Gang kam, dann oft außschließlich an Stellen, an denen man gerne ganz auf sie verzichtet hätte. Zum Beispiel unter der Spülmaschine. Was dazu führte, dass ich unfreiwillig öfter per Hand spülte, weil man das schmutzige Geschirr in der muckelig warmen Spülmaschine nicht länger als zwei Stunden parken konnte, ohne den Odor des Todes hervorzurufen. Andere Stellen hingegen wurden überhaupt nicht warm, was wohl an einer nicht flächendeckenden Verlegung lag.
Die meisten Bauherren entscheiden sich in einem Neubau jedoch zu Recht für den Einbau einer Fußbodenheizung, wegen folgenden Vorteilen: Man spart durch die gleichmäßigere Verteilung bei fachkundigem Einbau Energiekosten und hat keine optisch störenden (und nicht immer leicht zu reinigenden) Heizkörper in den Räumen. Wer außerdem so gerne auf Holzfußböden herumsitzt wie ich, hat durch eine Fußbodenheizung gerade in kälteren Monaten natürlich einen entscheidenden Vorteil, nämlich vor allem einen warmen Pobbes.

Warum wir uns für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden haben

Uns war schnell klar, dass unser zugrundeliegendes Heizsystem für die Fußbodenheizung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe herauslaufen wird. Die für uns ausschlaggebenden Vorteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe waren für uns in erster Linie deren Klimafreundlichkeit und auch die hohe Wahrscheinlichkeit, damit nachhaltig und deutlich unsere Heizkosten zu senken. Unser Haus ist sehr gut gedämmt und quasi luftdicht. Hier kann eine Wärmepumpen-Heizung voll auffahren! Wie bei allen Gewerken, die an unserem Hausbau beteiligt sind, haben wir uns auch in Sachen Sanitär- und Heizungsinstallation für eine regional ansässige Firma entschieden, die Firma RUFprivat und sind wieder um eine gute Erfahrung reicher. Weil wir mit unserer Luft-Wasser-Wärmepumpe quasi zwei Häuser versorgen müssen (dazu bald mehr), war uns wichtig, dass wir hier professionell und sehr gut beraten werden (wurden wir :-)), damit die Pumpe die Leistung später auch tatsächlich hergibt – und abgesehen davon aber bitteschön trotzdem so klein und platzsparend wie möglich ist, bei geringstmöglicher Geräuschbelastung. Letzteres war mir besonders wichtig, denn weil wir ohne Keller bauen, steht die Wärmepumpenanlage in unserem Technik- und Vorratsraum, direkt neben der Küche. Das Außenteil haben wir hinter dem Haus platziert, unter anderem, weil uns davon abgeraten wurde, es direkt auf der Südseite zu platzieren, in der unser Eingangsbereich liegt, weil hier die Sonne ungehindert draufballert. Ich bin ganz froh, denn optisch gefallen mir diese Kästen vor den Häusern ohnehin nicht so, außerdem konnten wir wegen dem Bebauungsplan nicht näher an die Straße bauen, was uns zwangsweise zu einem beträchtlichen Vorgarten verhalf, aus dem ich irgendwann gerne etwas Schönes machen möchte. Ich bin jedenfalls auf den ersten Winter gespannt, vor allem darauf, wie leise unsere Heizung und vor allem das Außengerät dann wirklich sind. Denn eines ließ sich nicht vermeiden: Unser Außengerät der Wärmepumpe steht doch in der Nähe zu zwei Schlafräumen. Die liegen zwar im Obergeschoss und die Pumpe steht auf dicken Betonsockeln, die den Schall bestmöglich verarbeiten, quasi zwischen beiden Räumen am Boden. Ich werde natürlich berichten, wie unser Pümpchen sich macht.

Übrigens: Das einzige, was ich bei unserer Fußbodenheizung etwas vermissen werde: Mir im Winter morgens die Klamotten auf den Heizkörpern vorzuwärmen. Aber ich glaube, ich komme darüber hinweg.

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