Rezepte

Zitronenhuhn mit Kartoffeln und Schalotten: Ein flottes Federvieh

Manchmal gibt es Tage, da muss alles ruckzuck gehen! Da macht man Überstunden bei der Arbeit, zuhause haben sich Monteur und Gasableser gleichzeitig angemeldet und dann taucht im Kalender auch noch mindestens ein Termin auf, den man schon vor Wochen abgemacht hat und jetzt nicht mehr absagen möchte. Kurzum: Es geht zu wie im Affenstall! Da muss man hin und her flitzen und einen auf Multitasking-Göttin machen und ich für meinen Teil rede dann auch entweder so schnell oder dermaßen zusammenhanglos, dass ich manchmal meine Sätze gar nicht mehr zuende… Naja, jedenfalls: Gut essen will man ja trotz allem! Da braucht man Gerichte, die sich quasi von alleine kochen. Hier kommt das supereinfache all-in Hühnchen mit viel frischer Zitrone. Sauer macht ja bekanntlich lustig und den Humor soll man auch und gerade an stressigen Tagen nicht verlieren, gell!

Hier kommt das Rezept für 2-3 Portionen: 
2-3 Hühnerschenkel (oder andere Hühnerteile)
1 unbehandelte Zitrone 
400 g kleine Bio-Kartoffeln (die Schale bleibt dran) 
Salz, Pfeffer 
6 EL Olivenöl 
1 Stiel Salbei 
2 Stiele Thymian 
4 Knoblauchzehen 
150 g Schalotten 
100 ml Geflügelbrühe 
1/3 Zitrone auspressen, restliche Zitrone in feine Scheiben schneiden. Kartoffeln waschen, abtropfen lassen, größere Exemplare evtl. halbieren. Hühnerschenkel mit der Hautseite nach oben auf einen flachen Teller legen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Zitronensaft und 4 EL Olivenöl beträufeln. Salbei und Thymian auf die Schenkel legen, mit Klarsichtfolie abdecken und im Kühlschrank mindestens 1 Stunde marinieren (jetzt kann man schnell den Termin einschieben! ;-)). 
Backofen auf 160°C vorheizen. Knoblauch und Schalotten pellen und in 1 EL Olivenöl in einer Pfanne zusammen mit den Kartoffeln kurz andünsten (ca. 5 Min.). Alles in eine flache Auflaufform bzw. Saftpfanne geben. Hühnerschenkel mit der Hautseite nach oben und Zitronenscheiben ebenfalls in die Saftpfanne legen und die Marinade darüber gießen. Salzen und pfeffern und mit dem restlichen Olivenöl beträufeln. Brühe angießen und alles im vorgeheizten Ofen auf der unteren Schiene 1 ½ Stunden garen, dabei ca. 2-3 mal mit der am Boden der Saftpfanne gesammelten Flüssigkeit begießen (genug Zeit um die restlichen Aufgaben zu erledigen!). Nach Ende der Garzeit die Schenkel mit Kartoffeln, Schalotten und Knoblauch anrichten und mit dem Bratfond beträufeln. 

Die Rezeptidee stammt aus E&T 1/05, ich habe die Mengen allerdings wieder etwas abgewandelt.

12 Comments

  • Lisa ♥

    Solche Tage sind Stress pur und am Abend,wenn alles vorbei ist, ist man froh diesen Tag überstanden zu haben. Und wenn man noch ein feines Essen als Belohnung genießen darf, ist das Entschädigung pur. Ich liebe solche Gerichte, gerade so ein ähnliches Federvieh habe ich zu Hause bei meiner Mama gegessen.Lecker.

  • Alex

    Zitrusfrüchte und Huhn sind einfach ein gutes Team. Bei mir gibt es öfter Orangenhuhn, letztens gabe es Zorras Zitronenhuhn (das bläht sich so richtig schön auf). Dieses Rezept gibt es als nächstes.
    Jetzt hab ich richtig Hunger 🙂
    LG und schönen Sonntag
    A.

  • Christina

    @Rosa: 🙂

    @Petra: Das wird´s bei mir jetzt auch, ehrlich gesagt habe ich Zitronenhuhn bisher total vernachlässigt, dabei ist es wirklich einfach und gut.

    @barcalex: Bei Salbei muss ich immer aufpassen, da ist der Bogen schnell überspannt und dann schmeckt alles nach Erkältungstee – nicht sehr schön.

    @Oona: Hihi, genau, das ist eine gute Taktik! 😉

    @Hesting: Na dann brauchst du es ja gar nicht selbst zu machen, sondern kannst dich immer schön bekochen lassen.

    @Lisa: Da hast du recht, und richtig schlimm wird´s, wenn das Prinzip Anspannung-Entspannung irgendwann gar nicht mehr funktioniert und man nicht abschalten kann. Hierbei kann ein gemütliches Essen wirklich Wunder wirken.

    @Heike: Das Hühnchen war aber auch ein gutes Model! 😉

    @Alex: Orangenhuhn hört sich auch gut an, das werde ich mal ausprobieren!

    @Toni: Und ich muss dabei auch immer irgendwie an Urlaub denken, wahrscheinlich wegen den Kräutern in Kombination mit Zitrone.

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