Rezepte

Mangold-Tarte mit Fetakäse und Ei: Läuft easy nebenher

Wegen unserem Hausbau bin ganz aus dem Häuschen. Ein letztes wichtiges Treffen hat grünes Licht ergeben und tatsächlich kann es diese Woche mit den Erdarbeiten losgehen. Ich freue mich sehr und kann den Umzug ins neue (Land-)Leben kaum erwarten. Und dann gibt es hier bestimmt auch mal den einen oder anderen Bericht von der Baustelle, ich wurde nämlich schon darauf hingewiesen, dass ich meine Klappe doch so weit aufgerissen hätte von wegen ich schreibe jetzt auch übers Bauen und Alltagszeug und poste nicht immer nur Rezepte. Jajaja.

Heute gibt´s also mal wieder ein, äh, Rezept. Es gibt ja solche Gemüsesorten, die man als Kind nicht so auf dem Schirm hatte, einfach weil sie zuhause nicht oder selten zubereitet wurden. Mangold war definitiv einer dieser Kandidaten, im Winter gab es Wirsing und das war auch gut so, denn es gab niemanden, der besseres Wirsinggemüse zubereitete als meine Omi. Seit sie nicht mehr ist, zumindest nicht hier, gibt es diesen Geschmack nicht mehr, denn auch wenn man das Rezept eins zu eins nach ihrer Anleitung zubereitet, schmeckt es anders, ihr wisst schon, die Prise Seele fehlt halt.

So habe ich Mangold erst recht spät für mich entdeckt, mag ihn seitdem aber nicht mehr missen und neben Wirsing ist Mangold nun eines meiner liebsten Gemüse in der kalten Jahreszeit. Und das, obwohl Mangold eigentlich gar kein Wintergemüse ist. Bei den milden Wintern hier in Südhessen ist er aber gerade jetzt auch vielerorts erhältlich und wird fast das ganze Jahr über angebaut. (Ein interessanter Artikel zum Thema „Kälte gibt Geschmack“ findet sich übrigens hier.) Ich verwende Mangold oft in eigentlich typischen „Spinatkombinationen“. Da Spinat und Fetakäse für mich ohnehin schon seit eh und je ein Running System sind, musste das auch mit Mangold passen. Sein erdiger Geschmack harmoniert super mit dem salzigen Käse und dem milden, mürben Teig. Und ich mag, dass Mangold auch gedünstet durch seine kräftigen Stiele immer schön Biss behält. Das Ei spielt hier nur eine (köstliche) Nebenrolle.

Hier kommt das Rezept für eine Mangold-Tarte mit Fetakäse und Ei für 2 Personen

Zutaten für den Teig:
125 g Mehl
eine Prise Salz
75 g kalte Butter
1 Eigelb
1 EL kaltes Wasser

Zutaten für den Belag:
250 g Mangold
einen Schuss Olivenöl
1 Knoblauchzehe, in feine Scheiben geschnitten
1 Schalotte, in feine Streifen geschnitten
Salz und Pfeffer
1 Ei
etwa 80 g Fetakäse

Zubereitung:
Mehl, Salz und Butter zügig miteinander verkneten, das Eigelb zugeben, weiterkneten, und soviel kaltes Wasser dazugeben, dass ein geschmeidiger aber nicht zäher Teig entsteht. Zu einer Kugel formen und den Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Mangold waschen, trockenschütteln und mit dem Messer in grobe Streifen bzw. Stücke schneiden. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Zwiebel darin andünsten. Mangold dazugeben und mitdünsten, bis er zerfällt. Dabei öfter umrühren. Masse kräftig salzen und pfeffern, beiseitestellen und etwas abkühlen lassen.

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Den Teig auf einem Stück bemehlten Backpapier zu einem Kreis ausrollen. Ggf. sehr unförmige bzw. überstehende Teile abschneiden. Den Rand etwa einen Zentimeter einschlagen und etwas zusammendrücken, so dass eine kleine Erhöhung am Rand der Tarte entsteht. Das ist wichtig, damit später das Ei nicht ausläuft.

Die Mangold-Masse auf der Tarte verteilen. Ein Ei in eine Schüssel aufschlagen, einstechen und über den Belag geben. Fetakäse zerbröckeln und darüber streuen. Im Backofen etwa 20 Minuten backen, bis der Fetakäse und die Ränder leicht bräunen. Herausnehmen, nach Gusto nochmal nachpfeffern, und noch warm servieren. Allerdings: Die Mangold-Tarte schmeckt kalt auch durchaus gut.

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